Von Praxis zu Politik
Integration und Kitas

Intensiver Austausch zwischen Landtagsabgeordneten und dem Vorstand der Kreisgruppe des Paritätischen Wohlfahrtsverbands NRW im Kreis Mettmann. Ute Feldbrügge, Karin Wichmann, Sami Celik, Manfred Krick, Martin Sträßer MdL, Dr. Christian Untrieser MdL sowie Elisabeth Müller-Witt MdL erhielten Einblicke in Herausforderungen und Chancen der sozialen Arbeit. Im Mittelpunkt standen die Kibiz-Reform, Angebote für Kinder suchtkranker Eltern sowie Migration und Integration.
Die geplante Kernzeit von fünf Stunden greift zu kurz, da Bildung, Erziehung und Betreuung während der gesamten Aufenthaltszeit stattfinden. Eine Beschränkung auf Kernzeiten widerspricht einem ganzheitlichen Bildungsverständnis und erschwert insbesondere Sprachförderung, Inklusion und verlässliche Übergänge.
Zudem verschärfen Kern- und Randzeiten bei unzureichender Personalausstattung die Belastung für Fachkräfte und erhöhen das Risiko von Qualitätsverlusten. Auch eine mögliche Überbelegung von Gruppen beeinträchtigt das Wohlbefinden der Kinder und erschwert eine individuelle Förderung.
Die CDU-Abgeordneten betonten bei Kibiz Entbürokratisierung, mehr Flexibilität, Personalgewinnung und eine ab 2027 um 200 Millionen Euro jährlich erhöhte Grundfinanzierung.
Das Landesprogramm KIPS Prävention NRW soll in einer zweiten Förderphase bis 2029 fortgeführt werden, bleibt aber finanziell ein Projekt mit unsicherer Verstetigung.
Zur Migration hoben die Landtagsmitglieder Integration als Ziel und die Notwendigkeit differenzierter Maßnahmen hervor.
Alle Beteiligten unterstrichen die Bedeutung des direkten Austauschs mit Praxisakteuren und der Zusammenarbeit von Politik, Paritätischem Wohlfahrtsverband und lokalen Einrichtungen für eine belastbare soziale Infrastruktur im Kreis Mettmann.